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Das Land
Ecuador Ecuador liegt an der
Westküste Südamerikas mit Grenzen zu Kolumbien und Peru. Drei
Landschaftszonen teilen das Land in drei Teile mit völlig verschiedenen
Gesichtern. 11,6 Mio. Menschen leben auf 272'000 km2, damit ist Ecuador
der dichtest besiedelte Staat auf dem lateinamerikanischen Kontinent.
Der Küstenstreifen (Costa)
wird geprägt durch kilometerlange Sandstrände, Mangrovenwälder und
üppige tropische Vegetation. Die Menschen trifft man in allen
Hautfarben an, jedoch fällt der grosse Anteil Schwarzer hauptsächlich
am Küstenteil Esmeraldas auf. Sie sind Nachkommen der ehemaligen
Sklaven aus Afrika, welche durch die Kolonialherren aus Spanien
eingeschleppt wurden.
Die Anden (Sierra) teilen
das Land markant in die drei Regionen. Vulkane mit verschneiten
Gipfelspitzen bis über 6000 m.ü.M. faszinieren viele Bergsteiger,
traumhafte Landschaftsbilder rauben Naturliebhabern den Atem. Die
Indiobevölkerung besiedelt diesen Landschaftsteil wie noch vor hundert
Jahren und man hat das Gefühl die Zeit sei stehen geblieben. In diesem
Gürtel auf 2800 m.ü.M. liegt auch die Hauptstadt Quito mit ihren 2 Mio.
Einwohnern.
Die Urwaldregion (Selva)
bildet die dritte Region Ecuadors und wieder befindet man sich in einer
völlig anderen „Welt“. Das Klima ist feucht, die Vegetation üppig grün.
Die Menschen haben auch hier ihr eigenes Erscheinungsbild und je weiter
man in das grüne Dickicht dringt um so urspünglicher leben die Menschen
ihre Traditionen.
Ein
vierter Teil, und zugleich der spektakulärste liegt über 1000 km im
Pazifik. Die Inselgruppe der Galapagos-Inseln ist ein Naturreservat
welches einmalig ist. Die schon durch Darwin bekanntgewordene Tierwelt
ist atemberaubend und vermittelt dem Besucher ein heiles Bild der
Natur, welches aber auch durch die Nutzung durch den Menschen bedroht
ist. Ecuador ist ein Land im unteren Teil der
mittleren Einkommensgruppe. Das Pro-Kopf-Einkommen beträgt zwar im
Durchschnitt 2300 USD pro Jahr, aber der Unterschied zwischen Arm und
Reich ist einer der höchsten weltweit. Arm (1-2 USD pro Tag) sind in
Ecuador trotz eines gewissen Erdölreichtums rund 40% der Bevölkerung,
extrem arm (unter 1 USD pro Tag) sind rund 20% der Bevölkerung. Diese
lebt vor allem in ländlichen Gebieten. Arbeitslosigkeit und
Unterbeschäftigung sind mit ca. 50-60% weit verbreitet. Die Bankenkrise
1999 und die anschliessende Rezession bewirkten eine Migration von 5%
der Bevölkerung allein in 5 Jahren. Das Land verfügt zwar über
staatliche Institutionen, aber die Versorgung z.B. im Bereich
Gesundheit und Schule ist gemessen an den Bedürfnissen ist dürftig;
Reformen werden nur sehr wenige realisiert. Hinzukommt generell eine
schlechte Gouvernanz, inklusive eine der weltweit höchsten
Korruptionsraten. |