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Fundacion Europeo para niños con cancer
Hoffnung in Zeiten
der Krankheit
Die Stiftung Sol y Vida
unterstützt krebskranke Kinder im Krankenhaus Baca Ortiz in Quito
Eine depressive Atmosphäre erlebt man
hier täglich, im Warteraum der onkologischen Abteilung des Kinderkrankenhauses
Baca Ortiz in Quito. In alten und kaputten Stühlen sitzen Eltern mit sorgenvollen,
mutlosen und müden Gesichtern, die ihre Kinder auf dem Arm halten und auf ärztliche
Betreuung warten. Arme Familien aus den verschiedensten Regionen Ecuadors
reisen seit den frühen Morgenstunden an, um in diesem Krankenhaus die für ihre
Kinder so lebensnotwendige Betreuung zu erhalten.
Krebs ist die zweithäufigste Ursache
der Kindersterblichkeit, obwohl diese Krankheit eine große Heilungschance hat: Wenn man sie früh genug
erkennt und behandelt, werden fast 75% der Patienten wieder gesund. Leukämie
und Tumore des Nervensystems sowie der Augen, Eierstöcke, Hoden sind die
häufigsten Krebsarten. Nach der Diagnose des Krebstyps wird normalerweise eine
einjährige Behandlung, die Chemotherapie, durchgeführt, die das Wachstum der
Krebszellen hemmt. „Wir dürfen nicht vergessen, dass Krebs bei
Kindern heilbar ist“, betont Alice Borja, eine der verantwortlichen Ärztinnen
der Onkologie-Abteilung.
Eine der Stiftungen, die hilft, dies
zu erreichen, ist Sol y Vida, die unter anderem von der Deutschen Botschaft
unterstützt wird. Diese Stiftung für Kinder mit Tumoren besteht aus einer
Gruppe von Ausländern, geleitet von der Schweizer Gründerin Ann Büchel-Cevallos.
Die Stiftung erhält Spenden von verschiedenen Pharmafirmen sowie anonyme
Spenden aus der ganzen Welt. Sie entwickelt Informationskampagnen für die
betroffenen Eltern und sucht auch Unterstützung im Ausland, um zum Beispiel das
Krankenhauspersonal fortzubilden.
Außerdem
arbeiten in der Stiftung Sol y Vida Volontäre mit, die täglich die Kinder besuchen
und Spielsachen und andere Materialien mitbringen, um die Behandlung erträglicher
zu machen. ,,Wir spielen und malen mit den Ärzten, sie sind unsere Freunde”,
sagt zum Beispiel die achtjährige Kathy, die eine Tüte Popcorn umklammert,
während sie in der onkologischen Abteilung im fünften Stock Chemotherapie
erhält. Dank der Hilfe von Stiftungen wie “Sol y
Vida” und “Por una Vida” sowie der Regierung verfügt diese Abteilung des
Krankenhauses mittlerweile über eine vollständig modernisierte Ausstattung und
modernste Geräte. Die Atmosphäre ist hier ruhig und freundlich, es ist sauber,
und es wurden neue Sicherheitsnormen eingeführt. Darüber hinaus gibt es sehr
viel mehr Krankenschwestern als vorher. Ein großer Fortschritt für die Kinder
und ihre Eltern: „Die Leute, die wir betreuen, haben nicht viel Geld. Sie bringen
ihre Kinder zur Behandlung, und danach geben wir ihnen Essen, weil viele von
ihnen ihre Ersparnisse schon für die Fahrt zum Krankenhaus aufgebraucht haben”,
berichtet Dr. Borja.
Drei Tage in
der Woche werden diese Familien im Büro von Sol y Vida betreut. Das Büro liegt in der Nähe vom
Krankenhaus, es ist klein, aber angenehm und verspricht Hoffnung auf ein besseres Leben. Auch hier liegen Spielsachen für
die Kinder. „Es gibt wunderbare Kinder, die das Leben lieben und immer fröhlich
sind“, erzählt Ligia Pérez, eine Mitarbeiterin der Stiftung. „Das ist der
Vorteil von Kindern: Ihnen ist das Ausmaß ihrer Krankheit nicht bewusst, sie
leben im Moment, spielen, vergnügen sich.“ Während die Kinder im Büro spielen,
geben die Eltern einen Bericht ab, unter anderem über ihre finanzielle
Situation. Danach wird die Krankengeschichte des Kindes dokumentiert. “Wir
lernen die Familien der Kinder sehr gut kennen“, sagt Ann Büchel-Cevallos.
“Sehr oft sitzen vor Verzweiflung weinende Mütter an unserem Tisch. Es sind oft
sehr junge Familien, und wir kümmern uns sehr um sie.“
So schafft es die Stiftung, die
Familien der betroffenen Kinder auf finanzieller sowie psychologischer Ebene zu
unterstützen. Wie im Fall eines Vaters aus der Provinz Napo, der mit seinem kranken
Sohn auf dem Arm in das Büro der Stiftung kommt. Auf seinem Gesicht spiegelt
sich eine Mischung aus Sorge und Erschöpfung wider. Sol y Vida unterstützt ihn
mit Geld für Medikamente, Essen und Geld für die Heimfahrt. Das Gesicht des
Vaters hellt sich auf – jetzt hat er Hoffnung auf Heilung für seinen Sohn.
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